24.05.2018

Prof. Dr. Justin J.W. Powell: Chancen und Barrieren Inklusiver Bildung im Vergleich: Lernen von Anderen   zum download

Justin Powell vergleicht als deutsch-amerikanischer Bildungssoziologe die Entwicklungen von Bildungssystemen, insbesondere Fragen von Persistenz und Wandel an der Schnittstelle zwischen
Sonderpädagogik und Inklusiver Bildung. Seine komparatistische Forschung zeigt sowohl Barrieren
als auch Reformmöglichkeiten im Bereich Inklusiver Bildung auf.

Seine Studien wurden mehrfach ausgezeichnet. 2006 verlieh ihm der Society for Disability Studies den Zola Award für seine Dissertation, veröffentlicht als Barriers to Inclusion: Special Education in the United States and Germany (Abingdon: Routledge, [2011] 2016). Sein Buch Comparing Special Education:
Origins to Contemporary Paradoxes, mit John G.Richardson verfasst (Stanford: Stanford University
Press, 2011), erhielt 2012 den Outstanding Book Award der American Educational Research
Association. Und sein Aufsatz mit Jonna M. Blanck und Benjamin Edelstein in der Schweizerischen
Zeitschrift für Soziologie “Persistente schulische Segregation oder Wandel zur inklusiven
Bildung? Die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für Reformprozesse in den
deutschen Bundesländern” erhielt 2014 den Ersten Preis der Fritz Thyssen Stiftung für sozialwissenschaftliche Aufsätze.

 

28.8.2017

Dr. Reinald Eichholz: „Blick nach vorn: Menschenrechte bleiben der Maßstab!“ – Heftreihe „Eine für alle“ Teil 2 erschienen   zum download

Die herausgebenden Verbände möchten mit dieser Schriftenreihe dazu beitragen, dass die notwendigen und grundlegenden Reformen unseres Bildungssystems auf der Agenda bleiben. Im zweiten Heft der Reihe veröffentlichen wir einen Vortrag von Dr. Reinald Eichholz, der auf dem Bundeskongress der Herausgeber („Eine für alle – Die inklusive Schule für die Demokratie“, 2016) große Zustimmung erfuhr.

Reinald Eichholz bettet den Anspruch des Menschenrechts auf Bildung für alle in eine breite Reflexion über Erscheinungsformen und Ursachen akuter globaler Veränderungen, politischer Auseinandersetzungen und Konflikte ein. Gerechtigkeit, die Achtung der Menschenwürde und die Demokratie stellen den philosophischen und juristischen Kompass dar, der die Gesellschaften und Staaten auf die umfassende Teilhabe aller verpflichtet und die Bedeutung inklusiver Bildung weit über die Dimension eines „bildungspolitischen Kampfbegriffs“ hinaushebt. Die Konzepte der Bundesländer zielen – so Eichholz – in ihrer Substanz nicht auf Inklusion, sondern im ganz herkömmlichen Sinne auf Integration einer bestimmten Gruppe von Schülerinnen und Schülern in die sogenannten Regelschulen. Damit wird die Allgemeingültigkeit des menschenrechtlichen Anspruchs verkannt. Schon die Vorstellung, die „Regelschule“ sei der Rahmen für die von der UN-Behindertenrechtskonvention angestoßenen Weiterentwicklung, ist laut Eichholz verfehlt. Er skizziert somit grundlegende Fehlentwicklungen und beschreibt schließlich die Umrisse der inklusiven Schule von morgen. Außerdem veröffentlichen wir in diesem Heft Auszüge aus der „Allgemeinen Bemerkung Nr. 4“ des UN-Fachausschusses in Folge der Staatenprüfung Deutschlands 2015. Die Verbreitung dieser „Allgemeinen Bemerkung“ halten wir für außerordentlich wichtig. Der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Commitee on the Rights of Persons with Disabilities,CRPD) ist dafür zuständig, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Vertragsstaaten zu überwachen. Er prüft ihre Staatenberichte und behandelt Individualbeschwerden. Die „Allgemeine Bemerkung Nr. 4“ ist somit ein Instrument, um die Forderung an die Landesregierungen und Behörden zu untermauern, ihren Verpflichtungen bei der Umsetzung inklusiver Bildung menschenrechtsbasiert und konsequent nachzukommen.

 

28.6.2017

Vernor Muñoz:  „Deutschland auf dem Prüfstand des Menschenrechts auf Bildung“ – Heftreihe „Eine für alle“ Teil 1 erschienen   zum download

„Inklusive Bildung ist kein Modetrend, sondern das universelle Recht aller Kinder auf gemeinsames Lernen“, so Vernor Muñoz, im Rahmen des Bundeskongresses „Eine für alle – Die inklusive Schule für die Demokratie“. Als ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung ist Muñoz ein Experte, der den deutschen Bildungspolitiker*innen bereits seit einigen Jahren den Spiegel vorhält. Stets hebt er dabei hervor, dass erfolgreiche Inklusion einen Systemwechsel erfordert.

400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Expertinnen und Experten haben im September vergangenen Jahres beraten, welche Barrieren einer Entwicklung hin zu einem inklusiven und demokratischen Bildungswesen entgegenstehen und welche Transformationsschritte erforderlich und möglich sind. Das Bündnis der Veranstalter will auch weiterhin für das gemeinsame Lernen aller Kinder und Jugendlicher in einer Schule für alle werben und streiten. Dies soll über Veranstaltungen und die Einmischung in bildungspolitische Diskussionen hinaus auch in Form einer Schriftenreihe erfolgen. In unregelmäßigen Abständen wollen wir Vorträge und andere Beiträge zu den Kongressthemen herausgeben und damit dazu beitragen, dass die notwendigen und grundlegenden Reformen unseres Bildungssystems auf der Agenda bleiben. Teil 1 der Schriftenreihe enthält den ins Deutsche übersetzten Hauptvortrag von Vernor Muñoz. Das Bündnis der veranstaltenden Organisationen hat seine Position zum Kongress in einer gemeinsamen Erklärung bekräftigt, die ebenso in diesem Heft abgedruckt ist.

Grußworte

Frankurter Erklärung

Vorträge

  • Vortrag Haldis Holst, Stellvertretende Generalsekretärin der Bildungsinternationale (Education International):
    Reflections from Norway and EI
  • Vortrag Prof. Dr. Ewald Feyerer „Eine für alle – Die inklusive Schule für die Demokratie: Ein Blick über die Grenzen nach Österreich“
    Vortragsfolien

Diskussionsforen

Forum 02: Demokratie-, Gerechtigkeits- und Leistungsdefizite des selektiven Schulsystems – unsere Hypothek auf die Zukunft der Einzelnen und der Gesellschaft

Forum 03: Inklusive Schule – In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Forum 04: Transformationswege aus dem selektiven Schulsystem

    • Dr. Joachim Lohmann, Staatssekretär a.D., „Wir können die gemeinsame Schule für alle schaffen“

Zusammenfassung

Forum 07: Schule als Lebensraum am ganzen Tag – Anforderungen an Schulbau und Räume in der inklusiven Schule

  • Zusammenfassung
  • Dr. Karl Imhäuser, Vorstand der Montag-Stiftung Jugend und Gesellschaft und Prof. Dr. Andrea Platte, Technische Hochschule Köln

Forum 12: Übergänge im Schulsystem: Barrieren für die Chancengleichheit und eine Belastung für alle Beteiligten

  • Zusammenfassung
  • Antje Mismahl, Schulleiterin der Primus-Schule Minden und Ulrich Vieluf, Wissenschaftliche Begleitung der Pilotphase Gemeinschaftsschule in Berlin
    Vortragsfolien

Forum 14: Eine Schule für alle – Chance für kommunale und regionale Bildungsplanung und Entwicklung“

    • Manfred Beck, Stadt Gelsenkirchen, Stadtdirektor und Vorstand Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration“

Vortragsfolien und

    • Volker Kersting

Vortragsfolien

 

italienisches Presse-Echo

Veranstalter

Kurzprofile der Veranstalter

Downloads
Unsere Kooperationspartner und Förderer

Aktion Mensch Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik Teaminstitut-Koeln Montag Stiftung

download Kongressprogramm (pdf)